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Sie sind Deutschlands schönstes Duo: C-Punkt Stein Schneider, die Stimme der Vernunft, und B-Mann Mayor, der Vulkan der Romantik. Wer ihn sieht, weiß, das ist untertrieben. B-Mann Mayor war Sänger der Legende „No Sex Until Marriage“, heute ist er Vater von Sohn Elvis, was zu Sportverletzungen führt und er trägt gerne Sonnebrillen. C-Punkt Stein Schneider hat unendlich rote Haare und war in seinem anderen Leben der eine der beiden Gitarristen der Erfolgskapelle „Fury in the Slaughterhouse“ und Ray Cokes hält ihn für den neuen Gitarrenheld Deutschlands. Und zu was? Zu recht! Und beide wissen, wovon sie reden, wenn sie singen. Die Wohnraumhelden sind die Ironiker des Rock, trotzdem sind sie alles andere als verkopft. „Rock’n Roll Puppentheater“ ist ein von vorne bis hinten tanzbares Album für die Anti-Castor-Generation, musikalisch das uneheliche Kind von Michael Jacksons „Bad“, dem „Weißen Album“ der Beatles, Nirvanas „Nevermind“, Lindenbergs „Dröhnland-Symphonie“ und Achim Reichels „Blues in Blond“, damals mit den Texten des viel zu früh verstorbenen Jörg Fauser. Und gerade dessen außergewöhnliche textliche Qualität ist auch bei den Wohnraumhelden immer wieder zu spüren. Diese Mischung aus musikalischer Qualität einerseits und Witz und Wahnsinn andererseits ist seit Jahrzehnten eine Leerstelle in der deutschen Szene gewesen. Die Wohnraumhelden sind bei allem „Liedermaching“ echte Rocker, in jeder Beziehung auf der Höhe der Zeit. Großartige Arrangements, mal mit Konrad dem Drumcomputer, mit Xylophon, mit aber immer mit treibendem Gitarrenspiel. Was auf der Bühne eine wunderbare Persiflage auf riesige Rockshows ist, oft gespielt vom eigenen „Truck“, der dreirädrigen Ape, inklusive Laufsteg, das ist auf der CD eine sorgfältige, dramaturgisch exzellent komponierte Folge von bester Rockmusik, gekonnt durchsetzt mit Zitaten, „War“ von Erik Burden, Surfmusik oder „Ice Ice,baby“. Und dann immer wieder die Texte. Die Wohnraumhelden zeigen Liedermaching in höchster Vollendung, da wird der Satzbau für den Reim nicht aus Not umgestellt, sondern aus Spass, da entstehen Wortneuschöpfungen, die den Dichtern der „Neuen Frankfurter Schule“ wie Gernhardt, Waechter oder Bernstein oder auch Lindenberg, dem agilen Senior des deutsch-Rock, hätten entfleucht sein können, Worte, die nun auf Aufnahme im deutschen Duden warten wie der „Bierzeps-Bauch“. Und so ist „Rock’n Roll Puppentheater“ ein Album für Beine, Bauch und Birne. Sozialkritik wird leicht und charmant formuliert, dass sie sich nie aufdrängt und die musikalische Bandbreite ist hier nicht Suche, sondern spielerische Kompetenz, die Kür zweier Paarlaufspezialisten mit Toe-Loop und Dreifachaxel. Hier wird zitiert und arrangiert, dass es der Ohrmuschel nur so eine Freude ist. Und trotzdem freut man sich schon auf die Clubtour und die Freiluftsaison, um die beiden Charismatiker auch live zu erleben. Die Wohnraumhelden sind moderne Minnesänger, Missionare des Rock und sie sind im Namen der Göttin der Musik unterwegs. Jeder Auftritt wird zu einem ekstatischen Göttinnen-Dienst inclusive Stagediving und B- Mann Mayers legendärem Crowdsurfing. Aber sie sind nicht nur Musiker: sie sind Hymniker und Satiriker, sie sind Liebende der Musik - sie rocken und sie berühren! C-Punkt Stein Schneiders wunderbar charismatischer, manchmal wohlig einlullender Bass-Gesang macht ihn zu einem der ganz großen Geschichten-Erzähler. Ein Timbre, dem man sich nicht entziehen kann. Wunderbare Akzente dazu und dagegen setzt B- Mann Mayer mit grossen Melodien in lupenreinen Pop-Refrains. Eine CD für wirklich jede Gelegenheit, zum abgehen und zum heim kommen, zum feiern und zum hinhören, zum daliegen, zum miteinander schmusen, für beim küssen und sich lieben, auch alleine, aber noch schöner für zwei oder mehr, zum Kerzendinner und für jede rauschende Party, zum aufbauen und zum runter kommen, passend zu Mineralwasser, Wein oder Bier, zu Tee oder Tüte.